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Pfarrerin Heike Oberwelland
Alles
hat seine Zeit
Schon der
alttestamentliche Prediger weiß:
„Weinen hat seine Zeit und Lachen hat seine Zeit.“
Natürlich gibt es auch in der Kirche Themen und Zeiten,
zu denen Lachen und Humor nicht passen.
Hape Kerkeling hat mal gesagt: „Unter dem Kreuz
gibt es keinen Scherz.“
Gerade am
Karfreitag trauern die Christen.
In der Passionszeit ist Raum für Besinnung und
Neuorientierung. Doch wer zu Karfreitag richtig trauern
kann, wird sich zu Ostern auch überschwänglich
freuen dürfen. Jetzt gibt es einen guten Grund,
sich über Tod und Teufel lustig zu machen, in das
Lachen der Erlösten einzustimmen. Auch in der Kirche
und gerade dort! Ich wünsche uns ein gutes
Betriebsklima in Trinitatis und für die Welt!
Betriebsklima
Ein großer Stahlmagnat ist gestorben. Petrus
verweigert ihm den Eintritt in den Himmel und schickt
ihn zur Hölle. Nach einigen Wochen ruft ihn
der Teufel
an: „Wen hast du mir da
geschickt?“
flucht
er. „Der hat schon sechs Öfen stillgelegt
und 1000 Leute entlassen, und der Rest
der Belegschaft streikt.“
Im Himmel wird
alles ganz anders sein.
Und es gibt kein passenderes Fest als Ostern, um das
Lachen der Weltüberwindung anzustimmen.
Kirchlicher Humor muss wieder Raum gewinnen.
Denn mit der Botschaft von der Auferstehung ist aller
Trübseligkeit der Wind aus den Segeln genommen.
Mir ist es allemal lieber, ich werde mit einem
Schmunzeln ermahnt, als mit erhobenem Zeigefinger.
Schließlich kann auch ein guter Witz zur Begegnung
mit dem Anspruch eines christlichen Lebens
konfrontieren.

„Tünnes
klopft ans Himmelstor, wo Petrus ihn wenig
freundlich empfängt: „Einer wie du, der seinen
Glauben häufig verleugnete, hat hier nichts zu suchen.“
Da wirft Tünnes den Kopf in den Nacken und kräht
wie ein Hahn. „Still“, flüstert Petrus, „lass doch die
alte Geschichte und komm schnell rein.“
Schöne Feiertage wünscht
Pfarrerin Heike Oberwelland
Bild
und Idee aus: „Andere Zeiten“, Heft 1/2011
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